Yoga Tadasana

Die Berghaltung (Tadasana in Sanskrit) ist eine Asana die den aufrechten Stand trainiert und von der Yoga Praxis nicht wegzudenken ist. Der Artikel verrät dir alles Wichtige über diese Basis Übung des Yoga. Tadasana ist die Ausgangsposition vieler anderen Asanas und sieht leichter aus, als sie ist. Körperspannung und Konzentration werden benötigt. Die Berghaltung lehrt uns, mit beiden Füßen fest verankert zu sein, stabil wie ein Berg zu sein und aufgerichtet durch das Leben zu gehen. Tadasana kann außerdem helfen, Fehlstellungen durch zu langes Sitzen zu korrigieren. Die Asana bringt die Knochen zurück in die richtige Stellung und kann, regelmäßig angewendet, die Haltung des Körpers verbessern.

Yoga Tadasana
Unsplash/Dmitry KotovTadasana ist die Ausgangsposition für stehende Asanas und perfekt für Yoga – Einsteiger geeignet.

Dabei ist die Berghaltung eine perfekte Yoga Übung für Anfänger. Tadasana erdet uns, beruhigt den Geist und ist Grundlage vieler anderen Asanas. Stehende Yoga Übungen beginnen häufig in der Berghaltung – wer Tadasana beherrscht, dem fällt es auch leichter andere anspruchsvollere stehende Haltungen einzunehmen. Je nach Yogastil wird Tadasana auch Samastitih genannt. Beide Namen stammen aus dem Sanskrit – Tada bedeutet “Berg”, Sama soviel wie “gerade” oder “aufrecht. Stitih bedeutet soviel wie Standhaftigkeit – die Asana bezieht sich also darauf, aufrecht und standhaft wie ein Berg zu sein.

Yoga Berghaltung: Schritt für Schritt Anleitung

Tadasana Berghaltung
Pixabay/Mubrodie
Die Berghaltung – eine einfach aber effektive Asana und Grundposition im Yoga.

Die Berghaltung ist in der Yoga Praxis für gewöhnlich die Ausgangsposition für andere stehende Asanas. Doch es ist sinnvoll, diese Asana auch einzeln zu üben. Bleibe bis zu einer Minute in Tadasana und spüre den stabilen, festen Stand, die Ruhe die sich in deinem Körper und Geist ausbreitet und die Verwurzelung mit der Erde.

  1. Stehe mit beiden Füßen nebeneinander auf deiner Matte. Bringe die Füße eng zusammen, so dass die großen Zehen sich berühren und die Füße parallel zueinander stehen
  2. Hebe die Zehen an, spreize sie und bringe sie einzeln wieder zurück auf die Matte
  3. Strecke die Arme entlang deines Körpers neben dir aus, ziehe deine Knie nach oben, spanne die Unter- und Oberschenkel und dein Gesäß an
  4. Ziehe deinen Bauch leicht ein und kippe dein Becken etwas nach vorn. Mache deinen Rücken lange und gerade, rolle die Schultern zurück und nach unten, öffne die Schulterblätter
  5. Achte darauf, dass dein Kopf in einer Linie mit der Wirbelsäule ist und halte deinen Kopf gerade
  6. Blicke entspannt geradeaus, die Arme sind kraftvoll nach unten entlang des Körpers ausgestreckt, die Finger zeigen nach unten und die Handinnenfläche zu deinen Oberschenkeln
  7. Atme ruhig und gleichmäßig, bleibe einige Atemzüge in Tadasana, der Berghaltung

Infos zur Asana Berghaltung

Yoga Berghaltung Sanskrit: Tadasana oder Samastitih

Wirkung auf Körper und Geist

  • Tadasana verbessert die Körperhaltung
  • Verstärkt die Fähigkeit, durchzuhalten und auch in anderen Asanas länger verweilen zu können
  • stärkt die Knie, Oberschenkel und Knöchel
  • formt den Bauch und das Gesäß
  • die Berghaltung hilft die Grundlange des richtigen Atmens zu verstehen und Atemübungen korrekt auszuführen

Kontraindikationen

Schwangere Frauen sollten sich den Rat ihres Arztes einholen, bevor sie mit Übungen der Yoga Praxis beginnen. Wer an Schlaflosigkeit oder niedrigem Blutdruck leidet sollte die Berghaltung nicht zu lange einnehmen. Wer Knieschmerzen hat sollte immer bewusst darauf achten, die Kniescheibe in Tadasana nach oben zu ziehen um die Kniegelenke zu schützen. Hast du aktuell Kopfschmerzen kann die Berghaltung diese intensivieren.

Variationen und Hilfsmittel

Aufrechter Stand oder krumm und schief in der Berghaltung?? Um deine Körperhaltung in Tadasana zu überprüfen, kannst du dich mit dem Rücken gegen eine Wand stellen. Bringe deine Fersen, dein Gesäß und die Schulterblätter gegen die Wand. Den Kopf lässt du in Verlängerung deiner Wirbelsäule.

Variieren kannst du die Asana Berghaltung mit verschiedenen Übungen der Arme. Hebe die Arme gestreckt über deinen Kopf, sodass die Fingerspitzen Richtung Decke zeigen. Bringe die Hände vor deiner Brust in Gebetshaltung (Sanskrit: Anjali Mudra) zusammen – in dieser Asana wird auch der Yoga Sonnengruß, einer sehr beliebten Yoga Übung, begonnen. Du kannst deine Hände auch hinter den Rücken bringen und dort in Anjali Mudra zusammenbringen oder hinter dem Rücken den jeweils anderen Ellenbogen greifen, wenn das leichter ist.

Möchtest du eine besondere Herausforderung, kannst du die Berghaltung mit geschlossenen Augen probieren. Lasse die Füße eng beieinander und du wirst merken, dass aufrechter Stand ohne etwas zu sehen gar keine so leichte Übung ist.

Vorbereitende Asanas

Konterpose und folgende Asanas

Als Konterpose reicht es, Arme und Beine nach Ausführung der Asana auszuschütteln und alle Muskeln locke zu lassen und zu entspanne. Auf Tadasana können prinzipiell alle Übungen des Yoga folgen, die stehenden Asanas bieten sich natürlich am besten an. Versuche, die Grundspannung aus Tadasana mit in alle anderen (stehenden) Yoga Übungen zu nehmen.

Tipps für Einsteiger

Tadasana ist eine der besten Übungen für Yoga Anfänger und wird in fast jeder Yogastunde Teil der Yoga Praxis sein. Aufrechter Stand wird im Yoga sowohl von Einsteigern als auch Fortgeschrittenen Yogis groß geschrieben. Wenn dir die Haltung mit geschlossenen Füßen Schwierigkeiten bereitet, kannst du die Füße auch ein Stück auseinander bringen. Nutze eine Wand um zu kontrollieren, um du auch tatsächlich aufrecht stehst. Halte die Asana so lange, wie es sich angenehm anfühlt. Bist du ein Vielsitzer kann es sein, dass du anfangs Schwierigkeiten hast deinen Rücken lange aufrecht zu halten – bleibe dran, Übung macht den Meister.