Fisch (Matsyasana)

Die Matsyasana ist eine der liegenden Yoga-Positionen, und der Name kommt daher, dass dein Körper in der Pose einem Fisch ähnelt. Diese Pose ist nicht nur eine Wohltat für deinen Körper, sondern auch ein Balsam für die Seele.

Traditionell wird die Matsyasana in der Lotussitz-Position (Padmasana) praktiziert, aber keine Sorge: Für die modernen Yogis unter uns gibt es eine Variante mit ausgestreckten Beinen, die genauso effektiv ist. Ideal, wenn deine Hüften noch nicht ganz so gelenkig sind.

Dieser Artikel ist dein Leitfaden, um die Matsyasana perfekt zu meistern. Wir zeigen dir, wie du tief einatmest, entspannst und dich in diese wunderbare Pose vertiefst. Mach dich bereit, deinen Körper und Geist auf eine Reise zu schicken, die so belebend ist wie ein Tag am Meer! 🧘‍♀️🐟

Yoga Fisch (Matsyasana Asana)

Anleitung

  1. Startposition: Leg dich auf deine Yoga-Matte. Die Beine sind angewinkelt, Füße flach auf dem Boden.
  2. Hände positionieren: Jetzt wird’s fischig! Hebe dein Gesäß kurz an und schiebe deine Hände, mit den Handflächen nach unten, unter dein Gesäß. Dann setz dich sanft auf deine Hände.
  3. Ellenbogen-Check: Deine Unterarme und Ellenbogen bleiben nah an deinem Körper und stützen dich auf der Matte.
  4. Die Bein-Frage: Du kannst deine Beine entweder angewinkelt lassen oder für die Vollversion nach vorne ausstrecken.
  5. Auf geht’s! Atme tief ein und drücke mit deinen Ellenbogen und Unterarmen gegen die Matte. Dein Oberkörper hebt sich, dein Kopf fällt sanft in den Nacken. Achtung: Der Kopf sollte nicht auf der Matte liegen!
  6. Für die Mutigen: Wenn du dich stark fühlst, heb die gestreckten Beine ein Stückchen vom Boden. Aber Achtung: Nur für echte Yoga-Haie!
  7. Arme hoch: Wenn du’s drauf hast, kannst du auch deine Arme heben. Eine echte Herausforderung!
  8. Durchatmen: Bleib für ein paar Atemzüge in der Pose und genieße das Gefühl.
  9. Sanftes Ende: Zum Lösen, Kopf und Oberkörper zurück auf die Matte, Hände befreien und Beine anziehen. Umarm sie kurz – du hast es geschafft!

Und schon bist du ein Stück näher dran, dich wie ein Fisch im Yoga-Meer zu fühlen. 🧘‍♀️🌊🐠

Häufige Fehler

Yoga-Fisch ohne Fauxpas: Vermeide diese Fehler!

  1. Schultern entspannen: Viele ziehen unbewusst die Schultern hoch, besonders wenn’s anstrengend wird. Denk dran: Schultern weg von den Ohren! Das verhindert Verspannungen und macht die Pose effektiver.
  2. Atmung nicht vergessen: Durch die Nase atmen klingt einfach, aber unter Anstrengung vergisst man das leicht. Eine ruhige Atmung hilft, den Kiefer zu entspannen und die Übung harmonischer zu gestalten.
  3. Beine in Balance: Streck deine Beine aus, aber achte darauf, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen. Zu viel Druck auf die Beine oder den Kopf kann die Pose aus dem Gleichgewicht bringen.
  4. Kopflastigkeit vermeiden: Ein häufiger Fehler ist, zu viel Gewicht auf den Kopf zu legen. Der Trick ist, den Kopf entspannt in den Nacken fallen zu lassen, ohne ihn stark zu belasten. Stell dir vor, dein Kopf schwebt leicht über dem Boden.

Bedeutung dieser Asana

Die Matsyasana, besser bekannt als die Fischpose, ist nicht nur eine physische Übung, sondern trägt auch eine tiefe Bedeutung in sich. Im Sanskrit, der Sprache des Yoga, steht “Matsya” für Fisch – eine Hommage an die Form, die dein Körper in dieser Asana annimmt.

Ursprung und Symbolik:

  • Mythologische Wurzeln: In der indischen Mythologie nimmt der Gott Vishnu in einer seiner zehn Inkarnationen die Gestalt eines Fisches an. Diese Pose erinnert an diese Geschichte und symbolisiert Schutz, Rettung und Erneuerung.
  • Spirituelle Verbindung: Die Fischpose öffnet nicht nur körperlich den Brustbereich, sondern gilt auch als Öffner für das Herzchakra. Sie steht für Freiheit und das Loslassen von emotionalen Blockaden.

Traditionelle Ausführung:

  • Lotussitz (Padmasana): In der traditionellen Ausführung wird die Matsyasana oft in Kombination mit dem Lotussitz praktiziert. Diese Variante intensiviert die Dehnung, ist aber eher für fortgeschrittene Yogis geeignet.
  • Fokus auf Atmung: Die Pose fördert eine tiefe, beruhigende Atmung, was wiederum hilft, Stress abzubauen und inneren Frieden zu fördern.

Moderne Anpassungen:

  • Für alle Level: Um die Matsyasana zugänglicher zu machen, kann sie auch mit ausgestreckten Beinen ausgeführt werden, was besonders für Anfänger und diejenigen mit eingeschränkter Flexibilität in den Hüften empfohlen wird.

Wirkung und Vorteile

  1. Dehnung für Darm und Bauchorgane: Matsyasana dehnt sanft den Darm und die Organe im Baubereich, was die Verdauung fördert und das Wohlbefinden im Bauchraum steigert.
  2. Erleichterung bei Atemwegserkrankungen: Die Pose fördert tiefe Atmung, was besonders bei Asthma und Bronchitis hilfreich ist. Die Lungen können sich besser ausdehnen, und der Atem wird freier.
  3. Schilddrüsenregulierung: Die sanfte Dehnung im Halsbereich stimuliert die Schilddrüse, was zur Regulierung ihrer Funktion beitragen kann.
  4. Boost fürs Immunsystem: Durch die verbesserte Atmung und die Stimulation verschiedener Körperbereiche kann Matsyasana das Immunsystem stärken.
  5. Rückenwohl: Diese Asana regt den Blutfluss im Rücken an und kann so Rückenbeschwerden lindern. Sie ist eine Wohltat für jeden, der viel sitzt oder Rückenprobleme hat.
  6. Flexibilität in Hüften und Rippenbereich: Die Pose dehnt die Hüften und die Bereiche zwischen den Rippen, was die Flexibilität erhöht und Verspannungen löst.
  7. Bauch und Nacken stärken: Matsyasana dehnt und stimuliert die Bauchmuskeln und den vorderen Halsbereich, während sie gleichzeitig die Muskeln des oberen Rückens und der hinteren Nackenmuskulatur stärkt.
  8. Jugend und Vitalität: Viele Yogis glauben, dass die Fischpose zur Steigerung von Jugendlichkeit und Vitalität beiträgt, wahrscheinlich wegen ihrer verjüngenden Wirkung auf den gesamten Körper.

Kontraindikation

  1. Herzerkrankungen und Magengeschwüre: Wenn du an Herzerkrankungen oder Magengeschwüren leidest, solltest du die Matsyasana vermeiden. Die Pose kann in diesen Fällen mehr Stress für deinen Körper bedeuten.
  2. Rücken- und Halsprobleme: Hast du Beschwerden im unteren Rücken oder im Hals, ist die Fischpose möglicherweise nicht die beste Idee. Die Pose verlangt eine gewisse Flexibilität und Stärke in diesen Bereichen, die bei Schmerzen oder Verletzungen kontraproduktiv sein kann.
  3. Schwangerschaft: Schwangere Frauen sollten ebenfalls auf Matsyasana verzichten. Die Dehnungen und der Druck auf den Bauch sind in dieser Zeit nicht empfehlenswert.
  4. Achtung bei Ellenbogen und Unterarmen: Wenn du Probleme mit den Ellenbogen oder Unterarmen hast, sei besonders vorsichtig. Die Pose erfordert eine gewisse Belastung in diesen Bereichen.

Variationen und Hilfsmittel

Für Anfänger:

  • Mit Deckenunterstützung: Leg eine gefaltete Decke unter deinen unteren Rücken, um zusätzliche Unterstützung zu bieten. Diese Variante ist ideal, um dich an die Pose zu gewöhnen, ohne zu viel Druck auf deinen Rücken auszuüben.

Für die, die mehr wollen:

  • Schwebende Beine: Für eine zusätzliche Herausforderung kannst du versuchen, die ausgestreckten Beine ein paar Zentimeter über dem Boden zu halten. Diese Variante beansprucht die Bauchmuskeln intensiver und stärkt den Kern deines Körpers.

Für Fortgeschrittene:

  • Der “echte” Fisch: In dieser Variation bringst du deine Beine in den Lotussitz (Padmasana). Hierbei greifst du mit deinen Händen nicht unter das Gesäß, sondern nach den Füßen. Alternativ kannst du die Hände auch ineinander verschränken und unter deinen Kopf legen.
  • Halber Lotus: Eine leichtere Version des “echten” Fisches ist es, nur ein Bein im Lotus zu positionieren, während das andere ausgestreckt bleibt. Diese Variation ist weniger anspruchsvoll für die Hüften.
  • Gebundener Lotus im Liegen: Eine weitere fortgeschrittene Variation, bei der du im Lotus-Sitz liegst und die Pose ausführst. Diese Variante erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und Gleichgewicht.

Jede dieser Variationen ermöglicht es dir, die Intensität und Herausforderung der Matsyasana zu steigern oder zu verringern, je nachdem, was dein Körper braucht und wozu er fähig ist. Experimentiere mit diesen Variationen und finde heraus, welche am besten zu dir passt. Und das Wichtigste: Hab Spaß dabei und genieße deine Yoga-Praxis!

Vinyasa-Fluss

Sequenz vor der Matsyasana:

  • Virasana (Heldensitz): Diese Pose hilft, die Knie und Oberschenkel zu dehnen und den unteren Rücken zu stärken.
  • Supta Virasana (Liegender Held): Eine tiefere Dehnung für Beine und Hüften, die die Wirbelsäule entspannt.
  • Bhujangasana (Kobra): Stärkt die Wirbelsäulenmuskulatur und bereitet den Rücken auf die Rückbeuge der Matsyasana vor.
  • Dhanurasana (Bogen): Öffnet die Brust und stärkt den Rücken, ideal zur Vorbereitung auf die Rückbeuge.
  • Baddha Konasana (Schmetterling): Dehnt die Innenseiten der Oberschenkel und die Hüften.
  • Urdhva Mukha Svanasana (Heraufschauender Hund): Eine weitere Rückbeuge, die die Wirbelsäule für die Matsyasana vorbereitet.
  • Salabhasana (Heuschrecke): Stärkt den unteren Rücken und bereitet den Körper auf die Rückbeuge vor.
  • Setu Bandha Sarvangasana (Schulterbrücke): Eine sanfte Rückbeuge, die die Wirbelsäule und Hüften öffnet.

Sequenz nach der Matsyasana:

Nach der Ausführung der Matsyasana sind folgende Asanas zu empfehlen, um die Muskeln zu entspannen und den Körper ins Gleichgewicht zu bringen:

Nach dem Fisch kannst du auch zurück zu diesen Asanas kommen:

  • Virasana (Held): Eine sanfte Pose, die Hüften und Oberschenkel entspannt.
  • Supta Virasana (Liegender Held): Ideal, um nach einer intensiven Rückbeuge zu entspannen.
  • Setu Bandha Sarvangasana (Schulterbrücke): Eine sanfte Pose, die die Wirbelsäule entspannt.
  • Ustrasana (Kamel): Eine weitere Rückbeuge, die den Brustbereich öffnet.
  • Gomukhasana (Kuhgesicht): Eine großartige Pose zur Entspannung der Schultern und Hüften.

Nun bist du über den Fisch (Matsyasana) aufgeklärt.

Namaste!