Metta Meditation

Metta Meditation – Metta was?! Die Metta Meditation stammt aus dem Buddhismus und hat dort Jahrtausend alte Tradition. Buddhisten meditieren auch aktuell noch nach dieser Meditationstechnik und machen während dem meditieren Mitgefühlsübungen. Die Metta Meditation wird auch als “Meditation der liebenden Güte” bezeichnet und soll die Kraft des Selbstmitgefühls, die Liebe zu sich selbst und anderen stärken und uns lehren, besser mit unseren Emotionen umgehen zu können. Der Artikel erklärt, was genau unter der Metta Meditation zu verstehen ist und wie sie funktioniert.

Metta Meditation
Mit der Metta Meditation nach buddhistischer Tradition zu mehr gütiger (Selbst-)liebe

Herzensgüte mit Metta Meditation

Metta (Sanskrit Maitri) bedeutet soviel wie Liebe, Herzensgüte, Freundschaft oder eben liebende Güte. Gemeint ist damit die Liebe zu uns selbst, aber auch zu unseren Mitmenschen und allem, was uns umgibt. In der Metta Meditation nehmen wir Kontakt mit unseren Emotionen auf, lernen uns zu akzeptieren und das Mitgefühl und gegenüber zu stärken. Es geht also in der Metta Meditation um soviel wie bedingungslose Liebe, so wie eine Mutter ihr Kind liebt ohne Bedingungen an es zu stellen. Das hinein spüren in sich selbst entfaltet eine Kraft die sich auch auf die Liebe gegenüber allen fühlenden Wesen überträgt.

Metta stärkt das Selbstmitgefühl

Meditation mit Metta Sätzen
Meditieren kann jeder – die Metta Meditation ist gut geeignet für Anfänger, da Tempo und Intensität selbst bestimmt werden können (Pixabay/Pexels)

Es geht in der Metta Meditation nicht darum, jeden Menschen zu lieben. Es geht darum, in Kontakt mit unserem Herzen und unseren Wünschen zu treten und eine gütige Haltung gegenüber uns selbst und anderen Lebewesen zu entwickeln. Achtsamkeit gegenüber Gefühlen wird in der Metta Meditation groß geschrieben und so lehrt die Meditationstechnik uns, auch negative Gefühle in uns willkommen zu heißen statt sie verdrängen zu wollen. Die Metta Meditation hat viel mit Selbstliebe zu tun, denn nur wenn wir uns selbst lieben können wir auch glücklich sein und andere Menschen bedingungslos lieben, so die Annahme hinter der Metta Meditation.

Praxis der Metta Meditation

Erster Schritt: Selbstliebe

Im ersten Schritt geht es darum, sich selbst Liebe zu schenken. Denn nur wer sich selbst akzeptiert und liebt, kann andere Personen lieben. Metta Meditation bedient sich sogenannter Metta – Sätze. Ähnlich wie Affirmationen werden diese Sätze während dem meditieren im Stillen aufgesagt und wiederholt, wie ein Mantra. Diese Sätze sollen wie Samen wirken – langsam entfalten sie ihre Wirkung und verankern sich im Bewusstsein. Die vier traditionellen Metta Sätze sind:

  • möge ich glücklich sein
  • möge ich sicher und beschützt sein
  • möge ich gesund sein
  • möge ich mit Leichtigkeit leben

Zweiter Schritt: Liebe einer nahestehenden Person schenken

Im nächsten Schritt geht es darum, einem geliebten oder sympathischen Menschen Liebe zu schenken. Die liebevolle Güte wird nun also gedanklich ausgeweitet und an einen nahestehenden Menschen weitergegeben mit diesen Metta Sätzen:

  • mögest du glücklich sein
  • mögest du sicher und beschützt sein
  • mögest du gesund sein
  • mögest du mit Leichtigkeit leben

Dritter Schritt: Liebe zu einer neutralen Person

Im dritten Schritt der Metta Meditation werden gedanklich die gleichen Metta Sätze wie in Schritt zwei wiederholt, nur diesmal gegenüber einer neutralen Person, zu der sie sich weder hingezogen fühlen noch Abneigung verspüren. Das kann ein Nachbar sein, ein Arbeitskollege oder der Freund einer Freundin.

Vierter Schritt: gütige Liebe zu einer schwierigen Person

Dies ist der anspruchsvollste Schritt der Metta Meditation. Positive Wünsche für eine Person, mit der man so seine Schwierigkeiten hat. Im Buddhismus ein wichtiger Punkt: liebende Güte auch den Menschen gegenüber, die uns verletzt haben, unsere Feinde sind oder die aus anderen Gründen negative Gefühle in uns wecken. Verständnis dafür aufbringen, dass auch diese Menschen nach Glück streben und Gründe für ihr Handeln oder Sein haben.

Überfordere dich bei diesem Teil der Metta Meditation nicht. Zwinge dich zu nichts und fange nicht mit der für dich schlimmsten Person an. Taste dich langsam heran wie es sich anfühlt, einer ungeliebten Person Glück und Wohlergehen zu wünschen und achte dabei auf deine Grenzen.

Fünfter Schritt: liebende Güte gegenüber allen Lebewesen

Im Buddhismus ganz wichtig: positive Wünsche für alle Lebewesen und somit das Recht eines jeden Individuums auf Glück anzuerkennen. Die Verbundenheit aller Lebewesen erkennen und sich selbst als Teil des Ganzen zu sehen, das wird im letzten Schritt der Metta Meditation umgesetzt.

Gehe es langsam an

Metta Schritt für Schritt
Die Metta Sätze können nur an sich selbst gerichtet werden oder an andere Lebewesen – du selbst bestimmst wie weit du gehen möchtest (Pixabay/Msandersmusic)

Die Metta Meditation ist zum Glück nicht festgelegt. Du kannst selbst entscheiden, wie lange du meditierst und an wen du die Metta Sätze richtest. Du kannst tage-, wochen- oder auch monatelang die Metta Meditation nur an dich selbst richten, bevor du bei der Meditation an andere nahestehende Menschen denkst. Oder du entscheidest, die Metta Meditation immer nur für dich selbst zu nutzen um dein Selbstmitgefühl zu stärken.