Anuloma Viloma (Wechselatmung)

Swami Kuvalyanand sagte einmal: „Yoga hat eine Botschaft für den menschlichen Körper, für den menschlichen Verstand und für den menschlichen Geist.“

Das ist eine Binsenweisheit, denn ein gesunder Körper ist die Grundvoraussetzung für Erfolg und Glück im Leben. Die Menschen sind zunehmend davon überzeugt, dass Yoga für eine gute Gesundheit, Zufriedenheit und Glück in der heutigen stressigen Leben macht und ist nicht nur eine Übung Regime.

In diesem Artikel werden wir Anuloma Viloma (Wechselatmung) Pranayama diskutieren. Pranayama bedeutet einfach das richtige „Management“ der Lebenskraft – Prana. Obwohl das Grundprinzip das gleiche bleibt, wurden viele verschiedene Arten von Pranayama entwickelt, jede mit ihrer eigenen einzigartigen Technik. Anuloma-Viloma oder nadi shuddhi pranayama (nervenreinigendes Pranayama) ist eine solche Art und gilt als eine der Grundformen.

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Die Praxis von Anuloma Viloma ist ein wenig wie die Truppe, die den Verkehr auf den Straßen regelt, sich um deren Sauberkeit, Verschönerung usw. kümmert und den Verkehr reibungslos und effizient in Bewegung hält.

Die Methode beinhaltet das Einatmen (pooraka) durch ein Nasenloch und umgekehrt. Daher hat dieses Pranayama den Namen anuloma viloma, d.h. Wechselatmung.

Um dies zu üben, müssen Sie in einer der yogischen Sitzhaltungen sitzen. Führen Sie zu Beginn die normale Atmung mit moola bandha (d.h. angenehme Analkontraktion) durch. Halten Sie ein stabiles moola bandha und atmen Sie vollständig ein und aus. Achten Sie darauf, dass das moola bandha dabei nicht gelockert wird.

Halten Sie zwischen dem Ein- und Ausatmen eine Weile inne. Atmen Sie tief durch das linke Nasenloch ein und durch das rechte aus; dann atmen Sie durch das rechte ein und durch das linke aus. Atmen Sie auf diese Weise, d. h. abwechselnd durch das linke und das rechte Nasenloch, ein bis drei Minuten lang weiter.

Wenn Sie sich auf diese Weise wohl fühlen, können Sie zur nächsten Stufe übergehen. Verschließen Sie das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen und halten Sie die anderen vier Finger zusammen. Atmen Sie nun langsam und mit gleichmäßiger Geschwindigkeit durch das linke Nasenloch ein. Wiederholen Sie den Vorgang mit dem anderen Nasenloch. Heben Sie beim Einatmen die Schultern und dehnen Sie den Brustkorb, indem Sie die Rippen nach oben nehmen. Die untere Bauchregion muss jedoch gehalten werden.

Nutzen: Die Atemwege werden gereinigt, was eine gute Vorbereitung für die Praxis anderer Pranayamas darstellt. Die Atmung wird leicht und reguliert. Der Geist wird ruhiger und der Herzschlag rhythmischer. Hilft auch, die Konzentration, das Gedächtnis und andere geistige Fähigkeiten zu verbessern.

Kontraindikationen: Starke Schmerzen im Unterleib, Schwellungen aufgrund einer Blinddarmentzündung, Vergrößerung der Leber, sehr empfindlicher Darm, Erkrankungen der Lunge, schwere Halsinfektionen, Wucherungen in der Nase (Polypus) oder Verstopfung des Nasengangs durch Erkältung, etc.

Warnung: Der Leser dieses Artikels sollte alle Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, bevor er eine der Asanas aus diesem Artikel und von dieser Website ausführt. Um jegliche Probleme bei der Ausführung der Asanas zu vermeiden, wird empfohlen, einen Arzt und einen Yogalehrer zu konsultieren. Die Verantwortung liegt allein beim Leser und nicht bei der Website oder dem Autor.